Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

bezüglich der Vorsorge im Falle eines großflächigen, lang andauernden Stromausfalls möchte die Gemeinde Ihnen die Informationen des Landratsamt München als Katastrophenschutzbehörde zur Kenntnis sowie des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Hand geben:

 

Hier finden Sie Tipps, wie Sie die Auswirkungen eines Stromausfalls auf sich und Ihr Umfeld mildern können.

Wenn die Heizung ausfällt
Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben. Prüfen Sie, ob die Installation einer alternativen Heizquelle in Ihrem Zuhause möglich ist. Lassen Sie sich dazu von Fachleuten beraten. Achtung! Bei gasbetriebenen Heizquellen achten Sie unbedingt darauf, dass Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung bei dem Gerät vorliegen. Die Installation eines sogenannten CO-Warnmelders erhöht Ihre Sicherheit.
Auch mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen. Wählen Sie möglichst einen Raum zum Aufenthalt und halten Sie die Türen geschlossen, damit Wärme nicht entweichen kann. Achten Sie jedoch trotzdem darauf, regelmäßig zu lüften! Besonders wenn Sie beispielsweise Kerzen als alternative Lichtquelle nutzen, ist eine regelmäßige Erneuerung des Sauerstoffgehalts in Ihren Räumen wichtig.

Wenn das Licht ausfällt
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für alternative Lichtquellen, wenn die Stromversorgung ausfällt. Sorgen Sie vor und halten Sie am besten verschiedene Varianten vorrätig:

  • Taschenlampe: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschenlampe oder LED-Leuchten - "Ersatzbirnen" nicht vergessen oder mehrere Geräte als Ersatz für Defekte vorhalten
  • Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeuge
  • Camping- oder Outdoor-Lampen: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), LED-Leuchten oder Petroleumlaternen (passenden Brennstoff vorhalten)

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: beachten Sie beim Einsatz immer die Herstellervorgaben und achten Sie bei offenen Flammen immer darauf, diese nicht unbeobachtet zu lassen. Es herrscht Brandgefahr! Nutzen Sie wenn möglich feuerfeste Gefäße, bei Kerzen beispielsweise Windlichter, um die Brandgefahr zu reduzieren.

Die Küche bleibt kalt
Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten. Oder nutzen Sie, wenn Sie einen Garten oder einen Balkon, haben einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr! Sie sind nun auch im Vorteil, wenn Sie bei Ihrem Lebensmittelvorrat (Essen und Trinken bevorraten  - BBK (bund.de)) an haltbare Lebensmittel gedacht haben, die kalt verzehrt werden können.

Weitere Tipps zur Stromausfall-Vorsorge

  • Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen etc. geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit.
  • Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
  • Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen (Im Notfall informiert bleiben - BBK (bund.de) können.

 

Hier finden Sie weitere Informationen.

Stromausfall
Welche Auswirkungen hätte ein flächendeckender, lang andauernder Stromausfall aller Voraussicht nach?
Unsere Gesellschaft ist in nahezu allen Bereichen von einer sicheren und zuverlässigen Stromversorgung abhängig. Ein langandauernder und großflächiger Stromausfall würde potentiell zu Ausfällen in vielen Bereichen führen.

Beispiele sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
•    Telekommunikation (Festnetz und Mobiltelefon)
•    Informationstechnik (Computer, Internet)
•    Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
•    Versorgung mit Lebensmitteln
•    Heizungen, Kühlschränke, Gefrierschränke
•    Tankstellen
•    Straßenbeleuchtung, Ampeln
•    Versorgung mit Bargeld
•    Aufzüge, automatische Türen
•    Landwirtschaft

Wie bereiten sich die Behörden vor?
Eine einzelne, spezialisierte Behörde, die mit der Notfallplanung für Stromausfallszenarien befasst ist, gibt es in Deutschland nicht. Staatliche Akteure in Bund, Ländern und Kommunen setzen jeweils in eigener Zuständigkeit Maßnahmen um. Die Bewältigung der Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalles ist somit unter anderem eine Aufgabe für die Städte und Gemeinden und die Landratsämter.
Das Landratsamt München hat den Städten und Gemeinden detaillierte Handlungsempfehlungen und weitergehende Informationen zukommen lassen und ist im ständigen Austausch mit ihnen. Zentrale Themen sind dabei die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallentsorgung. Außerdem wurde den Gemeinden empfohlen, sog. KatS-Leuchttürme einzurichten. Diese sollen den Bürgern vor allem die Möglichkeit bieten, einen Notruf abzusetzen, wenn dies auf telefonischem Wege nicht mehr möglich ist.
Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen des Landratsamtes auf Hochtouren. Unter anderem geht es um den Aufbau eines satellitengestützten Kommunikationssystems der Behörden und Einsatzkräfte, die Sicherung der Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst, ein Logistiksystem zur Versorgung der Notstromaggregate mit Treibstoff und natürlich darum, die Arbeitsfähigkeit des Landratsamtes auch bei einem Stromausfall so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Das Landratsamt steht in ständigem Austausch mit Polizei, den Rettungsdiensten und den Feuerwehren im Landkreis und darüber hinaus auch mit den vorhandenen Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Auch der neu geschaffene Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) befasst sich mit dem Thema Stromausfall und koordiniert die Arbeiten der verschiedenen Fachbereiche des Landratsamtes.

Woher weiß ich wie lange der Stromausfall voraussichtlich andauern wird?
Wenn Sie ein batteriebetriebenes Radio oder ein sog. Kurbelradio haben, können Sie Informationen im Rundfunk erhalten. Solange das Internet funktionsfähig ist, können Sie sich mit Ihrem Smartphone, Laptop usw. auf den bekannten Seiten informieren. Die Städte und Gemeinden werden außerdem, soweit möglich, schriftliche Informationen durch Aushänge verbreiten.

Wie kann ich mich selbst vorbereiten?
Auch bei noch so guter Vorsorge durch die Behörden, ein langanhaltender und flächendeckender Stromausfall wäre immer mit erheblichen Einschränkungen für das öffentliche und private Leben verbunden. Diese Einschränkungen können nicht ausschließlich mittels Planungen und Vorsorge durch die öffentliche Hand kompensiert werden. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollten für den Fall eines länger andauernden Stromausfalles vorsorgen.

Umfangreiche allgemeine Informationen zum Thema Stromausfall sowie eine Broschüre "Stromausfall-Vorsorge und Selbsthilfe" finden Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Stromausfall - BBK (bund.de)
Vorsorgen für den Stromausfall - BBK (bund.de)

Außerdem ist es (auch für andere Krisensituationen) sinnvoll einen Vorrat an Lebensmitteln und sonstigem täglichen Bedarf zuhause zu haben. Auch hierzu gibt es eine Broschüre und eine Checkliste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Ratgeber Lebensmittelbevorratung
Für den Notfall vorgesorgt - Gut gewappnet für den "Fall der Fälle" - StMELF (bayern.de)
Clevere Kiste! - Mein Vorrat für alle Fälle - Publikationsshop der Bayerischen Staatsregierung (bayern.de)

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen (bund.de)
Ratgeber für Notfallvorsorge und richtig – Meine persönliche Checkliste (bund.de)
ratgeber-englisch-disasters-alarm.pdf (bund.de)
ratgeber-franzoesisch.pdf (bund.de)
DGS Videos zum Ratgeber für Notfallvorsorge - BBK (bund.de)
Ratgeber in Leichter Sprache - BBK (bund.de)

Auch für Unternehmen gibt es detaillierte Informationen
Risikomanagement KRITIS - BBK (bund.de)
PiB-13-notstromversorgung-unternehmen-behoerden.pdf (bund.de)

Landratsamt München - Flyer Katastrophenfall
 

Zu diesem Thema sind gleichfalls interessante Informationen auf folgenden Homepages des Landratsamtes München sowie des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung gestellt: Landkreis München: Warnung der Bevölkerung (landkreis-muenchen.de)

Die Untere Katastrophenschutzbehörde hat auch die Aufgabe die Bevölkerung bei Katastrophen und anderen schwerwiegenden Gefahrenlagen zu warnen und zu informieren.
Das Landratsamt München nutzt verschiedene Wege um die Bevölkerung vor drohenden Gefahren zu warnen und Handlungsempfehlungen zu geben:
•    über die Smartphone-Apps KATWARN und NINA
•    Lautsprecherdurchsagen von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz
•    Rundfunkdurchsagen (in Radio und Fernsehen)
•    ortsfeste Sirenen soweit vorhanden

Ferner wird die Bevölkerung natürlich informiert über:
•    die Printmedien
•    soweit zeitlich möglich durch Verteilen von schriftlichen Informationen
•    die Internetseiten des Landratsamtes München
•    soziale Medien

Meldungen über Schadensereignisse direkt aufs Handy
Der Landkreis München nutzt das Warnsystem KATWARN.
Im Gefahren- oder Katastrophenfall sendet das Landratsamt damit wichtige Warnungen und Verhaltenshinweise direkt auf die Mobiltelefone der betroffenen Menschen. Der kostenfreie Warnservice ist verfügbar als Smartphone-App oder per SMS und E-Mail.

Ob Großbrand, Chemieunfall oder Bombenfund - bei Unglücksfällen und Katastrophen muss man schnell reagieren. Das Warn- und Informationssystem KATWARN ist dafür ein Hilfsmittel: Die kostenlose Smartphone-App für iPhone, Android und Windows Phone sendet behördliche Warnungen ortsbezogen zum aktuellen Standort des Nutzers und zu weiteren frei wählbaren Gebieten. Ein Warnhinweis kann zum Beispiel lauten: "Großbrand - Warnung des Landkreises München, gültig ab sofort, Fenster und Türen schließen." Nur Menschen, die sich im betroffenen Gebiet aufhalten oder diesen Ort registriert haben, werden gewarnt. Menschen, die nicht betroffen sind, werden nicht unnötig in Unruhe versetzt oder als Schaulustige angezogen.

Die Einführung von KATWARN ist auch eine der Maßnahmen im Aktionsplan für die Belange von Menschen mit Behinderung. Insbesondere gehörlose Menschen, die Sirenenwarnungen und Radiomeldungen nicht hören können, werden so über Gefahrensituationen wie Großbrände, Stromausfälle, Bombenfunde oder Extremunwetter informiert und können Handlungshinweise erhalten.
Die technische Plattform stellen die öffentlichen Versicherer, darunter die Versicherungskammer Bayern (VKB), als Beitrag zum Gemeinwohl bereits 2011 zur Verfügung.

Warnung auch vor Unwetter
Zusätzlich zu den Warnungen auf kommunaler Ebene empfangen die Nutzerinnen und Nutzer von KATWARN seit 2012 auch deutschlandweit die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Anmeldung
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung:
•    für iPhone im App Store
•    für Android Phone im Google Play Store
•    für Windows Phone im Windows Store

Alternativ bietet KATWARN kostenlose Warnungen mit eingeschränkter Funktionalität auch per SMS/E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleitzahl.

Weitere Informationen zum Thema KATWARN finden Sie unter:
Katwarn - Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung

Weitere Informationen zum Thema Warnung finden Sie unter:
Warnung der Bevölkerung (warnung-der-bevoelkerung.de)
 

Im Falle eines langanhaltenden Stromausfalls im Gemeindebereich Aschheim ist die Versorgung mit Trinkwasser für> 72 Stunden sichergestellt.

Sowohl das Wasserwerk, die Wassergewinnung und die Wasserspeicher inklusive der Steuerungstechnik sind mittels eines Notstromaggregats abgesichert. Die Wasserspeicher der VE/MO im Ortsteil Buch, Markt Kirchseeon, haben ein Gesamtspeichervolumen von 15.000 m3, die den Tagesbedarf an Trinkwasser alleine für einen Tag abdecken können, ohne zusätzlich pumpen zu müssen.

Auch die Schmutzwasserentsorgung in der Gemeinde Aschheim kann VE/MO für > 72 Stunden im öffentlichen Bereich sicherstellen.

Für die Weiterleitung des Schmutzwassers in der Gemeinde Aschheim besitzt VE/MO neben dem 40 km langen Freispiegelkanal insgesamt 2 Pumpstationen:
•    Aschheim, Rosenstraße 64
•    Aschheim, Klausnerstraße bei der neuen DHL.
Das Risiko eines Rückstaus des öffentlichen Schmutzwasserkanals in Straßen und Wegen ist bei einem Stromausfall als gering zu bewerten, aber nicht auszuschließen.

Im grünen Bereich der Übersichtskarte der Gemeinde Aschheim befinden sich alle Freispiegelkanäle, die keinen Strom zum Weiterleiten des Schmutzwassers benötigen. Zu den grünen Bereichen zählen u.a. die Ortsteile Aschheim und Dornach. Die Pumpstation in der Rosenstraße 64 besitzt ein eigenes Notstromaggregat. Im Falle eines Stromausfalls startet die Anlage automatisch und leitet das Schmutzwasser weiter.

Die Pumpstation Klausnerstraße (neue DHL) hat einen Notstromanschluss.

Bei einem Stromausfall wird die Anlage von der Betriebstechnik Kanal regelmäßig angefahren (Notfallplan) und mittels mobilen Notstromaggregats bei Bedarf betrieben.

Im lila gekennzeichneten Bereich der Karte betreibt VE/MO ausschließlich ein Druckleitungsnetz. Anwohner pumpen mittels privater Hebeanlage selbstständig ihr Schmutzwasser in den Freispiegelkanal. Sollten Anwohner keine eigene Notstromversorgung besitzen, können sie das Schmutzwasser nicht in den öffentlichen Kanal weiterleiten. Betroffen ist hier der Bereich „Bei den Mühlen". Auch VE/MO ist hier nicht in der Lage, Hilfestellung zu geben.

Während die Schmutzwasserentsorgung im öffentlichen Bereich für Notsituationen gewappnet und das Risiko eines Rückstaus sehr gering ist, können private Hebeanlagen ohne eine externe Stromversorgung nicht weiter arbeiten und das häusliche Schmutzwasser in den öffentlichen Kanal pumpen. Bei längeren Stromausfällen kann es dazu kommen, dass die Hebeanlage vollläuft und das Schmutzwasser in Kellerräume eindringt. Wir empfehlen Bürgern in einem solchen Fall, keine Entwässerungseinrichtungen (Waschbecken, WCs, Duschen, Waschmaschine, etc.) zu verwenden, die sich unterhalb der Rückstauebene (= Straßenoberkante) befinden bzw. in Hebeanlagen laufen.

Unabhängig eines Stromausfalls kann es allerdings zu jeder Zeit auch zu einem Rückstau im Kanalnetz kommen. Zum Thema Rückstau haben wir auf unserer Homepage ein BAUHERREN SPEZIAL geschrieben. Sie finden es unter https://gku-vemo.de/bauherren-spezial-rueckstau-aus-dem-kanalnetz.

Als visuelles Signal besitzen unsere Pumpstationen auf den zugehörigen Schaltschränken eine rote Warnleuchte, die im Normalbetrieb bei Störungen bzw. Ausfällen aufleuchtet. Anwohner können dann unter der Telefonnummer die Notruf-Meldestelle der VE/MO 0175/2617697 24 Stunden rund um die Uhr anrufen und die Betriebsstörung melden. Die Betriebstechnik Kanal wird den Störmeldungen unverzüglich nachgehen.