Natur & Artenschutz

Merkblätter

Hier finden Sie Tipps des NABU (Naturschutzbund Deutschland).
 

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Die "Igelzeit" kommt, wenn der Sommer geht. Zu Beginn des Herbstes trifft man häufiger Igel an als sonst, da die Tiere sich in dieser Zeit Winterspeck anfressen und deshalb besonders intensiv nach Nahrung suchen müssen. Was tun, wenn man bei einsetzendem Frost noch einen kleinen Igel findet? Häufig werden untergewichtige Igel aufgenommen, um sie im Haus zu überwintern. Abgesehen davon, dass die Pflege von Igeln viel Erfahrung erfordert, ist letztlich der Erfolg solcher Aktionen gering. Besser ist es, die Stacheltiere in der Natur zu belassen.

Es gibt auch andere Möglichkeiten, ihnen zu helfen.
Igel brauchen vor allem artgerechte Lebensräume. Besonders im eigenen Garten kann man viel für das kleine Säugetier tun.

Gestalten Sie Ihren Garten wenigstens in Teilbereichen naturnah. Verzichten Sie auf Pflanzenschutzmittel und auf "Schneckenkorn". Nur wenn der Igel genügend gesunde Nahrung findet, wird er sich dort auch auf die Dauer wohlfühlen.

Ein wenig Unordnung im Garten hilft den Igeln. Lassen Sie Laubhaufen liegen, wo sie nicht stören. Mit Reisig, Ästen und Laub können Sie auch eine "Igelburg" bauen. Das spart uns Zeit und dem Igel hilft es. Denn wer will schon, dass ihm ausgerechnet mit beginnendem Winter sein Haus über dem Kopf weggeräumt wird?

Tausende von Igeln sterben jährlich auf unseren Straßen. Besonders im Herbst sind die Verluste sehr hoch. Fahren Sie in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig. Helfen Sie mit, durch rücksichtsvolle Fahrweise die Igelverluste auf unseren Straßen zu mindern.

Maßnahmen und Projekte

  • Ankauf von Wald und landwirtschaftlichen Flächen für die Renaturierung und den Arten- und Biotopschutz
  • Erwerb des Naturschutzgebietes "Vogelfreistätte"
  • Erwerb von größeren landwirtschaftlichen Flächen südlich des Speichersees zur Reanaturierung
  • Wiederherstellung früher vorhandener Alleen
  • Wiederherstellung früher vorhandener Bäche (Hachinger Bach, Aschheimer Bach, Mühlbach)
  • Anpflanzungen von Hecken
  • westliche Erweiterung des Gemeindewaldes
  • Teilnahme der Gemeinde Aschheim an der BUGA 2005
     

Westlich des Gemeindewaldes befindet sich das in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aschheim und des Landesbundes für Vogelschutz 1997 errichtete Tierbeobachtungshaus mit Nistkästen für Vögel, Behausungen für Bienen, Wespen und Hornissen sowie Futter- und Überwinterungskästen für Igel.
Vom Inneren des Hauses kann man die Tiere durch Glasscheiben beobachten. Ganzjährige Besichtigung nach Absprache mit Herrn Bartl, Tel.: 089/ 903 74 36.

Im Jahr 1996 wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aschheim, der Volkshochschule im Osten des Landkreises München (VHS OLM) und einem Aschheimer Imker das Lehrbienenhaus an der verlängerten Tannenstraße errichtet.

Zweck des Lehrbienenhauses ist es, Kindern und Erwachsenen den Beitrag der Bienen für die Erhaltung der Artenvielfalt sowie den Alltag eines Bienenvolkes einmal aus der Nähe zu vermitteln.

Die Gemeinde Aschheim hat bereits im Jahr 1998 damit begonnen, zum Ausgleich von Baumaßnahmen ein Ökokonto aufzubauen, das laufend fortgeschrieben wird. Ein wichtiges Ziel dabei ist die Anpflanzung von Grüninseln in der freien Landschaft.
 

Ein Jahr lang hat der Aschheimer Dokumentarfilmer Christian Herrmann zusammen mit dem Ornithologen Dr. Helmut Rennau und einem Team des Bayerischen Rundfunks das Leben am Aschheimer Speichersee beobachtet. Die Dokumentation berichtet z.B. über den seltenen Zwergsäger, die Kinderstube der Schwarzhalstaucher, über die Kormorankolonie oder auch den Liebestanz der Eintagsfliegen. Der Film aus der Sendereihe „Welt der Tiere, Zwischenstopp in Oberbayern - Zugvögel an der A 99“ kann in der Gemeindebücherei als DVD bzw. VHS ausgeliehen werden.