Umwelt aktuell

Winterdienst in der Gemeinde Aschheim

Jeden Winter steht die Gemeinde vor derselben Herausforderung: Die Verkehrssicherheit muss gewährleistet und zugleich die Umwelt geschont werden.

Aus Gründen des Umweltschutzes und der Kostenreduzierung hat der Winterdienst der Gemeinde Aschheim die Verwendung von Streusalzen (Auftausalze) im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Was zur Folge hat, dass Schwarzdecken und Pflasterbeläge nicht sofort restlos schneefrei sind, aber unmittelbar nach Aufbringung griffig werden.

Streusalze erhöhen die Salzkonzentration in den Böden, wodurch die Vegetation massiv beeinträchtigt und verändert werden kann.

Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich in Straßenrandböden über viele Jahre anreichern. Schäden an der Vegetation zeigen sich daher oft erst zeitverzögert. Bei einem überhöhten Salzgehalt im Boden werden wichtige Nährstoffe verstärkt ausgewaschen und die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser durch die Pflanzen erschwert.

Auftausalze können mit dem Sickerwasser in das Grundwasser gelangen und so zu einer „Aufsalzung“ des Grundwassers beitragen. Weiterhin lassen die Salze Straßenbauwerke und Fahrzeuge korrodieren. Durch diese Faktoren entstehen erhöhte Folgekosten für Neuanpflanzungen, Reparaturen, Sanierungen und verkürzen deutlich die Lebenserwartung von Fahrzeugen.

Der Bauhof der Gemeinde wägt den Einsatz von Streusalz im Rahmen seiner Winterdienstverantwortung sehr genau ab und geht mit den Finanzmitteln und Ressourcen verantwortungsvoll um.
 
Beim Streuen gilt allgemein der Grundsatz: "So viel wie nötig – so wenig wie möglich"

Um den Umweltgedanken und die Nachhaltigkeit zu forcieren, sind momentan verschiedene alternative Streumittel u.a. ein Granulat aus Blähton im temporären Testeinsatz.

Derzeit stehen 11 Räum und Streufahrzeuge und 2 Handräumtrupps für die Räumung der Straßen und Gehwege zur Verfügung. Das richtige Fahrzeug und Equipment sind entscheidend für einen reibungslosen Ablauf bei der Schneeräumung! Daher wurden in den vergangenen Jahren neue, geräusch- und emissionsarme Fahrzeuge mit entsprechenden Streuautomaten angeschafft. Die grammgenau nach Bedarf dosierten Einsatz erlauben. Ebenso wurde bei der Auswahl der Schneepflüge auf geräuscharme Ausführungen großen Wert gelegt um die Anlieger so wenig wie möglich in ihrer Nachtruhe zu beeinträchtigen.

Alle Fahrzeuge haben eine festgelegte Tour, die nach Bedarf nur gestreut, oder geräumt und gestreut werden muss. Eine "Umlauftour" des Winterdienstes dauert im Schnitt bei normalen Schneeverhältnissen ca. 4 ½ Stunden, bei überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen entsprechend länger. So kann also ein Fahrzeug erst nach dieser Zeit seine zugewiesene Tour vom Anfangspunkt wiederbeginnen.

Von allen Verkehrsteilnehmern fordert der Winter eine erhöhte Aufmerksamkeit, sowie ein den Straßenverhältnissen angepasstes Fahren mit der vorgeschriebenen Winterausrüstung.

In den engen Straßen der Wohngebiete ist beim Parken darauf zu achten, dass eine Durch¬fahrtsbreite von mindestens 3,5 Meter für die Räumfahrzeuge gewährleistet wird. Die Feuerwehren und Rettungsdienste sind ebenfalls auf diese Breite, ggf. bei der Personenrettung und Brandbekämpfung angewiesen. Auch auf den Geh und Radwegen sind wir darauf angewiesen, dass eine Befahrbarkeit mit unseren Kleintraktoren möglich ist.

Die Gemeinde Aschheim ist stets bemüht, den Erfordernissen des Winterdienstes gerecht zu werden. Dennoch möchten wir die anliegenden Grundstücksbesitzer, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um Unterstützung bei der Schneeräumung bitten.