Umweltbildung

Museum Wald und Umwelt mit Umweltstation Ebersberger Forst - Februar 2021 bis März 2022

Hier finden Sie die Jahresbroschüre "Museum Wald und Umwelt mit Umweltstation Ebersberger Forst" - Februar 2021 bis März 2022.

Kleine Auszeiten

Innehalten, beobachten und staunen, alle Sinne nutzen. Die Natur erwacht. Überall grünt und sprießt es, beginnt es zu blühen. Bienen, Hummeln und auch Schmetterlinge fliegen umher, auf der Suche nach der der „leckersten Blüte“. Jede, wenn auch noch so kleine blü-hende Pflanze - im Topf, vor der Haustüre, auf dem Fensterbrett, auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten - wird von ihnen auf-gespürt. Alle blühenden Pflanzen sind beliebt, Blumen, auch Kräuter, wie Lavendel oder Salbei, Mini-Obstbäumchen im Topf für Terrasse oder Balkon und natürlich Stauden, Sträucher und Obstbäume, egal, ob Säulenkirsche, Apfel- oder Birnbaum. Blühende Oasen für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Käfer. Egal, wie groß oder klein die angebotenen blühenden Pflanzen sind. Hauptsache keine gefüllten Blüten, denn diese locken die Insekten zwar an, aber hier finden sie keinen Nektar. Für die Artenvielfalt sind sie unnütz.

Artenvielfalt ist aber wesentlich. Klimawandel, Umweltgifte, Versiegelung der Böden, intensive Landwirtschaft, Einsatz von Pflanzen-schutz- und Düngemitteln auch im privaten Bereich, intensive Bewirtschaftung von Wiesen und Feldern, aber auch triste Kiesgärten und blütenlose Rasenflächen machen den Insekten zu schaffen. Eine Welt ohne Insekten ist nicht vorstellbar. Sie fehlen als Bestäuber, aber auch als Teil der Nahrungskette für größere Tiere bzw. letztendlich für uns Menschen. Wir müssen etwas für die Artenvielfalt tun. Und jeder kann etwas tun, im Kleinen (mit einem Blumentopf) wie im Großen.

Wer gar das Glück hat, einen Vorgarten bzw. Garten zu nutzen, der hat zahlreiche Möglichkeiten diesen insekten-, schmetterlings- und vogelfreundlich zu gestalten. Der eine oder andere Löwenzahn, Klee oder Huflattich, die Aussaat von Wildblumen, heimische Wildsträu-cher, wie Wildrosen, aber auch Beerensträucher z.B. Brombeere, Himbeere, Johannisbeere, sind ideal. Auch nicht heimische Pflanzen wie Sommerflieder und Astern sind tolle Bienen- und Schmetterlingsweiden. Insgesamt gilt: Einfach mal wachsen lassen. Und nebenbei zusätzliche Auszeiten genießen…

Pflanzen, gestalten und sich freuen, wenn es blüht und duftet, und Bienen, Hummeln, Schmetterlinge oder Vögel an ihnen „naschen“. Wunderbar ist auch, die Kräuter in der Küche einzusetzen oder manche der Beeren oder Früchte selbst zu genießen. Teilen macht Spaß. Auch Kindern bereitet die Erfahrung mit der Natur, mit dem Bestaunen des Wachsens einer selbst eingetopften Pflanze, die mit ihren Blüten Bienen anlockt, echte Freude.

Jede einzelne, kleine Aktion ergänzt das Große und Ganze. Einfach ausprobieren, staunen und genießen – die kleinen Auszeiten.

Wer möchte, findet zahlreiche Informationen und Artikel über ideale Insekten lockende Pflanzen im Internet.
Und natürlich auch unter www.aschheim-feldkirchen-kirchheim.bund-naturschutz.de

 

Umweltbildung in Aschheim -was war 2018 los?

 Für Kindergartenkinder, Schulkinder und Erwachsene.