Gemeinde Aschheim

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Eleanor Hagen:
Telefon: 089/90 99 78 - 63
Telefax: 089/90 99 78 - 863
E-Mail: eleanor.hagen(@)aschheim.de


Büro des Asyl-Helferkreises-Aschheim:
Die Bürozeiten des Asyl-Helferkreises-Aschheim, AHA!, in der Alpenstr. 57, UG
(Tel. 905 29 841) sind jeweils montags von 15.00 - 17.00 Uhr.

Neue Website des Landkreises München

Diese bietet ab sofort allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis München einen Überblick über die wichtigsten Fragen zum Thema Asyl und Integration, vor allem aber auch detaillierte Informationen zur jeweiligen Situation vor Ort samt Kontaktmöglichkeiten zu Helferkreisen und wichtigen Ansprechpartnern in den Rathäusern.

Hier werden Sie zur Website weitergeleitet. 

Informationen von Herrn 1. Bürgermeister Glashauser zum Thema "Asyl" vom 22.09.2016:

Sehr geehrte Aschheimer und Dornacher Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bilder von ankommenden Flüchtlingen am Münchner Hauptbahnhof haben Sie, auch wenn circa schon ein ganzes Jahr vergangen ist, bestimmt noch sehr genau in Erinnerung.
Die Flüchtlingswelle, die Bayern erreichte, machte auch vor unserer Gemeinde, hier im Besonderen im Gewerbegebiet im Gemeindeteil Dornach, nicht Halt.

In der Zeit von September bis Dezember 2015 wurden in den kurzfristig eingerichteten Notunterkünften der Regierung von Oberbayern bis zu 15.000 Personen versorgt.
Ohne die Hilfe all der ehrenamtlichen Helfer wäre dies nie möglich gewesen!

Mein herzlichster Dank nochmal an dieser Stelle!

Durch die vom Gemeinderat am 28.09.2015 beschlossene Resolution sowie intensive Verhandlungen konnten wir eine langjährige Erstaufnahmeeinrichtung mit bis zu 1.000 Personen verhin-dern.

Gleichzeitig bot die Gemeinde mit der Zusage, eine Überbrückungsunterkunft über den Winter für bis zu 450 Personen zu dulden (die bis 31.05.2016 verlängert wurde), der Regierung von Oberbayern erhebliche Unterbringungsmöglichkeiten über die Wintermonate an.
In der einstimmigen Resolution hat der Gemeinderat seine Bereitschaft erklärt, mehr Plätze bereitzustellen, als gefordert.

Wie hat sich die Situation seither verändert?

Der Landkreis München geht für 2016 weiterhin von 6.000 unterzubringenden Personen aus, von denen nach Verteilungsschlüssel nach Einwohner 155 von der Gemeinde Aschheim unterzubringen sind.

In Aschheim und Dornach sind derzeit 133 Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern, Flüchtlingen und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen vorhanden. Hiervon werden derzeit etwa 90 % der Plätze genutzt.

Weitere vier dezentrale Unterbringungsplätze (Wohnungen) wurden von der Regierung von Oberbayern ab 1. Oktober von Privat angemietet.

Um weitere dezentrale Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, hat die Gemeinde die gemeindliche Immobilie Ismaninger Straße 1 an den Freistaat ab Mitte September vermietet.
Zentral am Marktplatz im Schmidbauerhof werden voraussichtlich ab Oktober somit 18 - 22 Personen untergebracht werden.

Die seit Mai 2015 bestehende Container-Gemeinschaftsunterkunft im Gewerbegebiet Dornach mit über 80 Plätzen ist derzeit bis Ende des Jahres 2016 vom Landratsamt genehmigt. Eine Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens auf Verlängerung der Anlage wurde bis maximal 31.12.2019 vom Gemeinderat beschlossen und dem Landratsamt weitergeleitet. Eine Verlängerung wurde bisher nicht beantragt.
Diese Gemeinschaftsunterkunft zählt momentan - genauso wie die Traglufthallen in anderen Kommunen des Landkreises - als Notquartier. Der Landkreis hat erklärt, die Traglufthallen schnellstmöglich räumen zu wollen. Die Gemeinde hat somit
1.  noch nicht ihre Quote erfüllt und
2.  sicherzustellen, dass beim Wegfall der Containeranlage in Dornach die über 80 Plätze
an anderer Stelle zur Verfügung stehen.
Um für die zukünftigen Aufgaben der Unterbringung von Schutzsuchenden gerüstet zu sein, werden die Arbeiten zur Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses vom 14. April 2016 zum Bau einer Gemeinschaftsunterkunft am Standort Alpenstraße (FlNr. 224/39/siehe Plan) weiter vorangetrieben.

Nach genehmigtem Bauantrag beim Landratsamt München werden dort insgesamt 14 „Mobile Cubes“ (wiederversetzbare Betonfertigteilelemente) aufgestellt, von welchen 4 Einheiten in der Erdgeschosslage als barrierefrei ausgebaute Wohneinheiten und 2 als Sozialräume erstellt werden.

Als Bauherr wird die Bauservice GmbH der Baugesellschaft München-Land fungieren.

Die Fertigstellung dieser Anlage ist für Ende 2016 / Anfang 2017 geplant.

Der Antrag auf Anmietung wurde vom Landratsamt München schon bei der Regierung von Oberbayern gestellt. In diesem Antragsverfahren wird auch die Anzahl der unterzubringenden (maximal 48) Personen ermittelt.

Die Gemeinde hat bewusst auf die Beantragung öffentlicher und zweckgebundener Zuschüsse verzichtet, um auch eine Vermietung unabhängig der Asylsituation gewährleisten zu können.

Mir als Bürgermeister ist durchaus bewusst, dass wir durch die dezentrale Unterbringung der Schutzsuchenden nicht den einfachen, sondern den mit vielen Nachbarkontakten sicherlich komplizierteren, aber auf Dauer in meinen Augen besten Weg der Integration gehen werden!

Ich bitte weiter um Ihre Mithilfe, diese Herausforderung zu bewältigen!

Thomas Glashauser
1. Bürgermeister


Asylbewerberunterbringung in Aschheim
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 16.06.2016 nach ausführlicher Diskussion mehrheitlich folgenden Beschluss gefasst:
Der Gemeinderat beschließt die Erstellung einer Gemeinschaftsunterkunft mit zwölf Modulen für Wohnen und zwei Modulen für Gemeinschaftsnutzung (Waschmaschinen/ Büro/ Aufenthalt) in der im Plan vorgelegten Form am Standort Flurstück 224/ 39 (Alpenstraße am Parkplatz gegenüber Pflegeheim). Der genaue Standort auf dem Flurstück wird nach Mutterbodenabtrag vom Bau- und Umweltausschuss festgelegt.

Informationen finden Sie unter helferkreis-aschheim.de


Resolution der Gemeinde Aschheim vom 28.09.2015


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Aschheim und Dornach,

der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25.02.2016 zur Asylbewerberunterbringung in unserem Gemeindegebiet beraten. Vorausgegangen waren intensive, konstruktive Gespräche in Klausurtagungen des Gemeinderates, die ein gemeinsames Ziel verfolgten: Dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in unserem Gemeindegebiet!
Von den nach der weiterhin gültigen Prognose des Landratsamtes München, Stand 04.02.2016, bis Ende 2016 im Landkreis unterzubringenden 9.000 Asylbewerbern und Flüchtlingen, entfallen auf die Gemeinde Aschheim 231 unterzubringende Personen.

Einstimmiger Beschluss des Gemeinderates vom 25.02.2016:

„Der Gemeinderat beschließt,

  • eine Fortführung der Überbrückungsunterkunft am Einsteinring 30 in Dornach über den 31.05.2016 hinaus ist seitens der Gemeinde Aschheim entsprechend der Resolution vom 28.09.2015 nicht vorgesehen;
  • sofern ein Antrag auf Verlängerung der Containeranlage an der Karl-Hammerschmidt-Straße eingeht, hierfür die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens maximal bis zum 31.12.2019 in Aussicht zu stellen;
  • folgende gemeindeeigene Grundstücke in bebautem Zustand für die weitere dezentrale Asylbewerberunterbringung in Aschheim vorzusehen:

    1. Priorität:
    FlNr. 227/45 sowie die angrenzenden gemeindeeigenen Flurstücke (am verlängerten
                        Herzogstandbogen)
    FlNr. 244/9 (ehemalige Squashhalle Am Sportpark)

    2. Priorität:
    FlNr. 1523/14 (künftige Kindergartenfläche südl. Abfanggraben)
    FlNr. 244/Teilfl. (künftige Wohnbaufläche an der Jedovnicestraße);
  • Räumlichkeiten im Gebäude Ismaninger Straße 1 dem Landratsamt München zum Zwecke der Asylbewerberunterbringung anzubieten;
  • beauftragt den 1. Bürgermeister und die Verwaltung, mit der Prüfung einer möglichen Bebauung auf den gemeindeeigenen Grundstücken und
  • beauftragt den 1. Bürgermeister, mit Privateigentümern bei in Betracht kommenden Grundstücken Gespräche zu führen und hierüber den Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen zu unterrichten.“

Allen Gemeinderatsmitgliedern, aber auch mir als Bürgermeister ist durchaus bewusst, dass wir durch diese Art der Unterbringung von Schutzsuchenden nicht den einfachen, sondern den mit vielen Nachbarkontakten sicherlich komplizierteren, aber auf Dauer in unseren Augen besten Weg der Integration schaffen werden.

Wir bitten um Ihre Mithilfe, diese Herausforderungen zu bewältigen!

Thomas Glashauser
1. Bürgermeister, im Namen des Gemeinderates