Auf freiem Feld knapp westlich des Orts errichtete die Aschheimer Bevölkerung 1659 eine kleine Kapelle zu Ehren des hl. Sebastian - eine Ansicht des ursprünglichen Kirchleins ist nicht überliefert, aufgrund schriftlicher Quellen kann jedoch auf eine kleine Holzkirche mit gemauertem Turm ohne weitere Nebengebäude geschlossen werden.
Gemeinsam mit der Emmeramskapelle wurde die Sebastianskapelle 1806/1807 abgebrochen. Erst 1995 wurde die Kapelle auf Initiative der Gemeinde Aschheim unter 1. Bürgermeister Helmut J. Englmann wiedererrichtet und am Sebastianstag (20. Januar) 1996 geweiht.
Dabei hat sich bereits die Suche nach dem Standort als schwierig erwiesen, einzig auf einer alten Landkarte um 1800 war die Kapelle verzeichnet. Lag die alte Kapelle wenige hundert Meter weiter östlich an der Hofstattstraße, wurde der erneuerte Sakralbau mit halbrunder Apsis und Dachreitertürmchen aufgrund der heutigen Wohnbebauung an den Rand Aschheims gerückt.
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Inmitten des Gewerbegebietes östlich von Feldkirchen liegt auf unverbautem Grundstück die Emmeramskapelle am vermutlichen Todesort des Heiligen - nach Arbeos Schilderung ein freies Feld nahe einer Wegkreuzung, auf dem sich mehrere Wunder zugetragen haben sollen.
Erstmals genannt wird die Kapelle 853, als sie von König Ludwig dem Deutschen an das Kloster St. Emmeram in Regensburg geschenkt wurde. Noch im Hochmittelalter wird sie als münstern bezeichnet, was auf ihre ungebrochene Zugehörigkeit zum Kloster schließen läßt; 1524 zählt die Kapelle erstmals als Filiale zur Pfarrei Aschheim.
Das Aussehen der alten Kapelle ist unbekannt, aufgrund schriftlicher Quellen kann jedoch auf eine kleine Kirche ohne Nebengebäude mit drei Altären und Glockenturm geschlossen werden.
Trotz der ehemals beliebten Wallfahrt wurde die Kirche 1806/07 als entbehrlich angesehen, abgebrochen und die Steine als Baumaterial verkauft. Am 22. September 1843 konnte jedoch die auf Initiative der Pfarrei Aschheim neuerrichtete Emmeramskapelle geweiht werden. Im Zuge der Renovierung der Kapelle 1980/83 wurde von den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim auch der umliegende St. Emmeram-Gedächtnishain neugestaltet, wobei der Erinnerungsstein die Geschichte des Ortes vor Augen führt.
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