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Geschichtlich-heimatkundliche Sammlung

28.01.2011 - DIE RÄUBER
 

Freitag, 28. Januar 2011, 20.00 Uhr

Die Räuber

Schauspiel von Friedrich Schiller

Regie – Christoph Brück
Bühnenbild – Claudia Weinhart
Kostüme – Adriana Taratufolo
Musikalische Einrichtung – Achim Zeppenfeld
mit Julian Weigend, Julius Bornmann, Erika Ceh, Hans
H. Steinberg, Wolfgang Grindemann, Achim Grauer,
Genovefa Mayer, u.w.

Es ist ein merkwürdiges Paar ungleicher Brüder – Franz,
der geduckte Junior-Chef im Hause Moor, der darauf
sinnt,Vater und Bruder aus dem Weg zu räumen. Und Karl,
der Studienabbrecher, der fern von daheim über die Stränge
schlägt; von Franz verleumdet, vom Vater verstoßen und
enterbt, wird er zum Gesetzlosen.
Hier ist der überangepasste Karrierist zugleich ein philosophischer
Grübler, der seine Gewaltphantasien mit chirurgischer
Präzision auslebt und der weltläufige Intellektuelle
zugleich ein impulsiver Tatmensch, dessen Rebellion
blindwütig Amok läuft. Von Selbstermächtigung träumen
beide und zerstören dabei alles, um dessentwillen sie sich
empören….
Kain- und Abel-Paraphrase paradoxal angelegt – Karl,
ein Idealist ohne Ideale, weil er für diese zu wenig
Phantasie besitzt und Franz, ein Realist ohne Realität,
weil er für diese zu viel Phantasie besitzt.

„Als Gedankenexperiment über den Extremismus
bietet der Stoff eine logische Fortsetzung des
Gewaltdiskurses“ (SZ 18.03.2008)



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